Nat Cicco HHB Super Premium 54

Einen wunderschönen guten Abend liebe Zmoker!

Heute möchte ich euch wieder eine neue Zigarre vorstellen, die Nat Cicco HHB Super Premium 54.

Sie stammt aus dem Hause Nat Cicco undhat Ähnlichkeiten mit der Premiumlinie von Cohiba, der Behike. Allerdings nur, was die Namensgebung und das Kistenformat angeht. Geschmacklich sind diese Zigarren sehr weit von einander entfernt. Aber dazu später mehr.

Die Zigarre ist in 3 Formaten erhältlich: 52,54 und 56. Bei unserem Test hatten wir die 54 vorliegen.

Die harten Fakten:

Deckblatt: Connecticut aus Ecuador
Umblatt: Nicaragua
Einlage: Nicaragua
Ringmaß: 54
Länge: 13,97
Durchmesser: 2,14
Preis: 13.00€
(Die 52er 14.00€ und die 56er 13.80€)

Von außen hat die Zigarre 2 Besonderheiten: Sie ist wie die Mummy von Tatuaje von unten verpackt und am oberen ende finden wir ein Pigtail.

Die Farbe ist sehr schön, es ist ein helles braun. Hier finden wir keinen öligen Schimmer, sondern ein wirklich schönes Deckblatt.

Der Geruch erinnert an Kirsche, mit einer Note Schokolade, leichten Röstaromen. Dazu gesellen sich Leder und Pfeffer.
Der Anschnitt war extrem sauber. Keinerlei Fransen oder irgend etwas was gestört hätte.

Der erste kalte Zug wies Aromen von dezenter Schokolade und etwas ähnlichem auf. Daneben gliederten sich waldige Erd-Aromen und Leder.
Dominant aber war der Pfeffer.
Dafür, dass die Zigarre vorne „verschlossen“ war, war die Flammannaheme extrem gut.

Die ersten Züge:

Der Zugwiderstand war extrem gering, was ich bei der Härte der Zigarre zuerst nicht vermutet hätte. Sehr angenehm!
Die Rauchmenge würde ich im mittleren Segment ansiedeln. Aromen waren hier sehr dominant Pfeffer und Ammoniak. Dies gibt sich aber nach ca. 10 Zügen.

Das erste Drittel:

Jetzt gibt es kein eindeutig dominantes Aroma, vielmehr haben wir hier ein sehr schönes Zusammenspiel von Süße mit einer dezenten Schärfe. Dazu gesellen sich noch Ammoniak, Erd-Aromen, Leder und Tabak.

Persönlich finde ich das eine sehr schöne Komposition.

Als Getränke hier hatten wir wie immer Wasser und Kaffee. Zusätzlich gab es einen lieblich-fruchtigen Weißwein, einen BGW Heppenheimer Maiberg Riesling Kabinett 2011.

Von der Getränkeauswahl passt das Wasser leider nicht, hier wird nur die Schärfe mehr (wie leider so oft). Der Kaffee neutralisiert den Ammoniak und die Schärfe und hebt die erdigen Nuancen heraus und lässt auch Röstaromen erkennen.

Der Wein nimmt eine sehr interessante Stellung ein, da er alles bis auf die Frucht und die Süß neutralisiert, und der Zigarre einen lange Nachgeschmack erlaubt, die sie sonst nicht hat.

Favorisieren würde ich allerdings einen fruchtigen, leichten Rotwein, der würde sicherlich noch wesentlich besser passen…

Die Asche hat eine sehr schöne Marmorierung, ist leicht und dabei sehr stabil. Also auch hier alles bestens.

Das zweite Drittel:

Die Rauchmenge wird hier wesentlich mehr. Die Aromen ändern sich einmal komplett. Die Süße und die Frucht verschwinden. Es dominieren jetzt Pfeffer, Schärfe, Leder, Tabak und die erdigen Aromen.

Das habe ich so nicht erwartet… Was eine Wendung! Wie bei einem guten Krimi…

Nach einer Weile habe ich eine Degasation durchgeführt… Keinerlei Änderung des Geschmacksprofils.

In diesem Drittel gebe ich dem Kaffee den absoluten Vorzug. Er hebt die gewollten Aromen sehr weit nach oben. Der Wein passt leider gar nicht in diesem Segment.

Das dritte Drittel / Das beste kommt zum Schluss:

Hier haben wir noch einmal eine fast 180° Wendung des Geschmacks!

Die Schärfe geht fast komplett weg, der Ammoniak ebenfalls. Jetzt dominiert Leder, die erdigen Aromen kommen sehr weit nach vorne. Es gesellt sich eine minimale Vanillenote zu einer dezenten Fruchtkomponente.

In diesem abschnitt passt der Wein wieder sehr gut. Er nimmt die erdigen Aromen raus, hebt die Vanille und die Frucht nach vorne und unterstreicht die Schärfe.

Der Abbrand war die ganze Zigarre über extrem gleichmäßig. Selbst nach einer Ruhezeit von knapp 10 Minuten war die Zigarre sofort mit dem ersten Zug wieder da.

Fazit:

Die Verarbeitung und die Qualität sind wirklich 1a! Hier kann man wirklich keinerlei Kritik üben. Der Preis von 13Ä ist in diesem Fall absolut angebracht. Die Rauchdauer betrug gute 80-90 Minuten in einer ruhigen Atmosphäre.

Wie kann man die Zigarre einordnen:
Ich würde sie in einem mittleren Segment ansiedeln, was die Stärke angeht. Ist sie fordernd? Ja und nein. Für den geübten Raucher stellt sie einen wirklich angenehmen Begleiter für den Abend da, der sich oft durch einen kompletten Wechsel der Aromen auszeichnet.

Dem ein oder anderen Zmoker wird sie sicherlich etwas mehr Aufmerksamkeit abringen, da dieser Wechsel auch beachtet werden will.

Ich persönlich würde mir diese Zigarre wieder in den Humidor packen. Geschmack und Verarbeitung haben einfach überzeugt.

Wenn ich diese Zigarre mit einem Song beschreiben müsste, dann würde es von der Vielfalt her sicherlich in die Richtung Bohemian Rapsody gehen. Qualitativ würde ich sagen ist geht es in die Richtung Born in the USA.

Viel Spaß und viel Rauch!

Euer Tobi

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